Gerade aus dem Flieger, am Verhungern und keine Ahnung, was du bestellen sollst? Wir haben für dich 8 Gerichte zusammengestellt, die du mindestens einmal probieren musst, dazu wie du am Ticketautomaten oder Fotomenü ganz entspannt bestellst, welche Tischmanieren den Einheimischen wirklich wichtig sind und was du pro Tag fürs Essen einplanen solltest – alles auf einer Seite, genug für jede Mahlzeit deiner Reise.
Standest du in Japan auch schon mal wie angewurzelt vor einem Restaurant, überall Schilder und kein einziges Wort, das du lesen kannst, und keine Ahnung, durch welche Tür du gehen sollst? Ehrlich, so geht es fast jedem am ersten Tag. Aber sobald du den Dreh raushast, merkst du: Japan ist ein echtes Paradies für alle, die gern essen – vom Onigiri-Reisbällchen aus dem Convenience Store für ein paar Hundert Yen bis hin zur Sushi-Theke mit Michelin-Stern – und das Verblüffende ist, wie unfassbar gut sogar das Günstige sein kann.
Diese Seite ist dein Startpunkt, um zum ersten Mal in Japan essen zu gehen – wir stellen dir 8 Gerichte vor, die du probieren musst, verraten dir, wo du sie isst und was sie ungefähr kosten, zeigen dir, wie du am Ticketautomaten oder Fotomenü bestellst, ohne ein Wort Japanisch zu können, klären die Tischmanieren auf, die viele falsch machen, und weisen dir den Weg zu den Food-Städten, für die du dir Platz aufheben solltest. Du willst bei einem bestimmten Gericht tiefer einsteigen? Wir haben separate Guides zu Ramen · Sushi · Izakaya für dich bereit.
Wenig Zeit? Fang mit diesen an – wir haben Gerichte ausgewählt, die leicht zu finden sind, die Japaner wirklich essen und die den Geschmack des Landes am besten einfangen, mit Hinweisen dazu, wo du sie isst und was sie ungefähr kosten.
🍜 Landesweit1
Die Nudelsuppe, die in jeder Stadt zum Heimatgericht wurde – die Brühen reichen von klarem Shoyu und Salz über kräftiges Miso bis hin zur milchigen Tonkotsu-Schweineknochenbrühe, garniert mit Chashu, einem weich gekochten Ei und Frühlingszwiebeln. Schlürf sie laut und heiß. Es ist eine der sättigendsten und preiswertesten schnellen Mahlzeiten, die du bekommst.
Kompletter Ramen-Guide →
🍣 Landesweit2
Mundgerechter Reis mit frischem rohem Fisch obendrauf (Nigiri) oder roher Fisch pur ganz ohne Reis (Sashimi). An die Frische der Zutaten kommt hier kaum etwas heran. Einsteiger fangen am besten an einem Laufband-Laden (Kaiten) an, wo die Teller ein paar Dutzend Yen kosten und es richtig Spaß macht, oder setzen sich an die Theke für ein vom Meister zubereitetes Omakase – ein ganz anderes Erlebnis.
Kompletter Sushi-Guide →
🥢 Landesweit3
Dicke, weiche, bissfeste Weizennudeln, entweder in heißer Dashi-Brühe oder gekühlt mit einer kräftigen Dip-Sauce serviert. Am berühmtesten ist „Sanuki Udon“ aus Kagawa mit seinem typisch federnden Biss. Ein sanftes, magenfreundliches Gericht, das den Geldbeutel schont, und du findest es fast überall – von Steh-Imbiss-Theken in Bahnhöfen bis zu alteingesessenen Läden.
Was du in Osaka essen solltest →
🥢 Landesweit4
Hellbraune Buchweizennudeln mit einem unverkennbar nussigen Aroma, kalt auf einem Bambustablett (Zaru Soba) in eine kräftige Sauce getunkt oder in heißer Brühe gegessen. Berühmt sind die Regionen Nagano (Shinshu) und Izumo, wo die kühle Bergluft dem Buchweizen guttut. Es ist leichter als Ramen und das Glücksgericht, das japanische Familien an Silvester essen.
Was du in Tokio essen solltest →Garnele, Fisch und Gemüse in einem dünnen Teigmantel, leicht knusprig und nie fettig frittiert, getunkt in Tentsuyu-Sauce oder Matcha-Salz. Die Kunst steckt ganz im hauchdünnen Teig und im sauberen Öl. Spezialläden frittieren jedes Stück frisch auf Bestellung und servieren es brutzelnd heiß aus der Pfanne, oder du isst es über Reis (Tendon) oder mit Udon.
Was du in Tokio essen solltest →
🍚 Landesweit6
Schweinefleisch in Panko-Bröseln, außen knusprig und innen zart frittiert, in Scheiben mit fein geschnittenem Kohl und Reis serviert (Tonkatsu) oder mit Ei über Reis geköchelt als heißes Katsudon. Manche Regionen wie Fukui übergießen es mit einer dunklen Sauce statt mit Ei. Mit der dickflüssigen Tonkatsu-Sauce ist es ein herzhafter Teller mit super Preis-Leistung, der wirklich jedem schmeckt.
Guide zu Japans Restaurantketten →
🍳 Osaka / Hiroshima7
Ein herzhafter Pfannkuchen mit dem Spitznamen „japanische Pizza“ – Teig mit Kohl und beliebigen Zutaten vermengt, auf einer Eisenplatte gegrillt, dann mit dickflüssiger Sauce und Mayo beträufelt und mit Bonitoflocken bestreut, die sich in der aufsteigenden Hitze wellen. Beim Osaka-Stil wird alles in den Teig gemischt; in Hiroshima wird es mit Yakisoba-Nudeln geschichtet. In vielen Läden kannst du selbst am Tisch grillen – das macht richtig Spaß.
Was du in Osaka essen solltest →
🐙 Osaka8
Runde Teigbällchen mit Oktopus im Inneren, in einer Pfanne mit Mulden gegart, bis sie außen knusprig und innen flüssig sind, dann mit Sauce, Mayo sowie getrocknetem Bonito und Seetang getoppt. Es ist das Streetfood-Heimatgericht von Osaka und ein Muss, während du durch Dotonbori schlenderst. Achtung: Beißt du sofort hinein, ist die Mitte glühend heiß – pust sicherheitshalber erst drauf.
Sehenswürdigkeiten in Osaka →Restaurants in Japan sind so gemacht, dass man auch ohne Japanisch leicht bestellen kann – kenne diese 4 Formate und du fühlst dich in keinem mehr verloren.
Viele Ramen- und Reisbowl-Läden haben vorne einen Ticketautomaten – Bargeld einwerfen, dein Gericht auswählen (oft mit Fotos oder einem englischen Button), Ticket und Wechselgeld nehmen und das Ticket dann beim Hinsetzen dem Personal geben. Du musst kein einziges Wort sagen.
Viele Lokale stellen vorne Plastik-Speiseattrappen (Sampuru) aus oder haben eine Karte mit einem Foto zu jedem Gericht – zeig einfach auf das, was du willst. Das ist völlig normal, da musst du dich nicht genieren. Wenn du nicht weiterkommst, hilft die Kamera einer Übersetzer-App über der Karte.
Teishoku (定食) ist ein Set-Menü mit Reis, Misosuppe und Beilagen – besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und sättigender, als nur einen einzelnen Teller zu bestellen. Viele Lokale haben ein vergünstigtes Mittags-Set (etwa 800–1.000 Yen), die günstigste Tageszeit, um gut zu essen.
Meistens zahlst du nicht am Tisch – nimm deine Rechnung (oder nenne deinen Tisch) und gib sie beim Gehen an der Kasse am Ausgang ab. Viele Lokale nehmen vor allem Bargeld, hab also etwas dabei, und kein Trinkgeld – zahl einfach genau das, was auf der Rechnung steht.
Die Einheimischen erwarten nicht, dass Touristen alles perfekt machen, aber eine Handvoll Dinge nehmen sie ernst – kennst du sie, kannst du mit gutem Gewissen essen. Und ein paar davon werden dich überraschen.
Die 6 Brühenstile, das regionale Ramen jeder Stadt und im Detail, wie du am Ticketautomaten bestellst.
Ramen-Guide →Die Sushi-Arten, wie du es richtig isst und wie du zwischen Laufband, Theke oder zum Mitnehmen wählst.
Sushi-Guide →Ein Rundgang durch die japanische Kneipe für Erstbesucher – Otoshi verstehen, wie du bestellst und Nomihodai (so viel trinken, wie du willst).
Izakaya-Guide →Japans Streetfood-Hauptstadt – Takoyaki, Okonomiyaki, Kushikatsu und das Viertel Dotonbori.
Essen in Osaka →Vom Sushi am Toyosu-Markt und berühmten Ramen-Läden bis zu alteingesessenen Lokalen und Essen in den lebhaften Vierteln.
Essen in Tokio →Gerichte, die du nur in der jeweiligen Saison findest – Schneekrabbe im Winter, Bambussprossen im Frühling, Sanma-Fisch im Herbst.
Saisonale Speisen →Müssten wir ein Gericht zum Auftakt wählen, würden wir für Ramen stimmen – lies weiter, wie sich die 6 Brühenstile unterscheiden, welches Ramen jede Stadt am besten kann und wie du am Ticketautomaten ganz entspannt bestellst. Wenn das steht, schnapp dir ein gut gelegenes Hotel in der Nähe der besten Restaurants.