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🇯🇵 Kanazawa Sehenswürdigkeiten · 2026

Was du in Kanazawa sehen solltest —
Garten, Burg, Geisha-Viertel, Fischmarkt

Kanazawa hat den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden — Samurai-Gassen, Geisha-Viertel und Gärten aus der Edo-Zeit sind alle noch da und funktionieren bis heute. Allein das hebt die Stadt von fast jeder anderen japanischen Stadt ab.

Warum hierher kommen

Eine Stadt, in der Geschichte noch gelebt wird

Wer Kanazawa besucht, sagt meist dasselbe: Man kam in der Erwartung einer netten Gartenstadt und ging mit der Frage nach Hause, warum einem niemand gesagt hat, wie gut es hier wirklich ist. Die Stadt entging den Bombardierungen im Krieg, weil sie keine nennenswerte Rüstungsindustrie hatte, und dieser Glücksfall hat etwas Seltenes bewahrt — eine Stadtlandschaft aus der Edo-Zeit, die nie von Grund auf neu aufgebaut werden musste.

Geh an den Lehmmauern von Nagamachi entlang und du stehst in einem echten Samurai-Viertel, nicht in einem Nachbau. Schlendere bei Einbruch der Dämmerung durch Higashi Chaya, und die Teehäuser entlang der gepflasterten Straße sind seit 1820 ununterbrochen in Betrieb. Und durch all das zieht sich das Blattgold — Kanazawa produziert über 98% der gesamten japanischen Produktion, was erklärt, warum du es auf dem Eis essen, im Sake trinken und in einem Workshop vor dem Mittagessen selbst aufkleben kannst. Wir haben 10 Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die die Geschichte der Stadt ehrlich erzählen.

Top-Sehenswürdigkeiten

10 Sehenswürdigkeiten in Kanazawa, die deine Zeit wert sind

Sortiert nach dem, was lokale Guides immer wieder empfehlen — nicht nur die meistfotografierten Orte.

Kenroku-en-Garten Kanazawa — der Kasumigaike-Teich spiegelt Kiefern, die Kotoji-Laterne, Herbstlaub in Gold und Rot 1
Kenroku-en-Garten (兼六園)
EINER DER DREI GROSSEN GÄRTEN JAPANS · KOSTENLOS VOR DER OFFIZIELLEN ÖFFNUNG

Stell dir vor, du kommst um sechs Uhr morgens an, wenn Nebel über dem Kasumigaike-Teich hängt und das einzige Geräusch das Plätschern des Wassers in den Steinkanälen ist. Die Kotoji-Steinlaterne — das De-facto-Wahrzeichen von Kanazawa — steht in vollkommener Stille am Wasserrand, und du hast den ganzen Garten für dich allein. So ist Kenroku-en, bevor die Menschenmengen kommen. Der Name bedeutet „Garten der sechs Eigenschaften" (Weite, Abgeschiedenheit, Kunstfertigkeit, Alter, Wasser und weite Ausblicke), und er liefert wirklich alle sechs. Das Herbstlaub gehört hier zum schönsten in der Präfektur Ishikawa, und der Winter bringt Yukitsuri — die eleganten Seilkonstruktionen, die unter den Kiefernästen aufgespannt werden, um Schneeschäden zu verhindern, und die nach frischem Schneefall einfach außergewöhnlich aussehen.

Beste Zeit: Vor der offiziellen Öffnung (vor 7:00 / 8:00 Uhr) für freien Eintritt und keine Menschenmassen
Öffnungszeiten: März–Okt 7:00–18:00 · Nov–Feb 8:00–17:00
Eintritt: Erwachsene ¥310 · Kinder (6–18) ¥100 · Kostenlos vor der offiziellen Öffnung über das Mayumizaka- oder Katsurazaka-Tor
Tipp: Wer im Winter kommt (Dezember–März), sollte sich die Yukitsuri-Seilkonstruktionen zum Schneeschutz an den Kiefern nicht entgehen lassen — ein leise atemberaubender Anblick, den es so nirgendwo sonst gibt.
Burgpark Kanazawa — weißes Ishikawa-mon-Tor und Mauern des Maeda-Klans, Kirschblütenbäume, blauer Himmel 2
Burgpark Kanazawa (金沢城公園)
FESTUNG DES MAEDA-KLANS · FREIER EINTRITT IN DEN PARK · DIREKT NEBEN KENROKU-EN

Geh aus dem Osttor von Kenroku-en hinaus und du stehst sofort vor den weißen Mauern des Burgparks Kanazawa — die beiden Orte teilen sich eine Grenze und werden ganz natürlich zusammen besucht. Die Burg war der Sitz des Maeda-Klans, der über die Kaga-Provinz herrschte und der reichste Feudalherr außerhalb des Tokugawa-Shogunats selbst war. Der Hauptturm brannte über die Jahrhunderte mehrmals nieder; erhalten geblieben sind das schöne Ishikawa-mon-Torhaus und zwei große weiße Lagerhäuser, die 2001 mit traditionellen Zimmermannstechniken wieder aufgebaut wurden. Über das Gelände zu schlendern ist kostenlos; ein separates Ticket (¥320) deckt das Innere der wiederaufgebauten Türme und der Lagerhäuser ab. Der angrenzende Gyokusen'inmaru-Garten, 2015 restauriert, kostet weitere ¥320 und ist es wert.

Öffnungszeiten: März–Okt 7:00–18:00 · Nov–Feb 8:00–17:00
Eintritt: Parkgelände kostenlos · Türme & Lagerhäuser ¥320 · Gyokusen'inmaru-Garten ¥320
Bus: Oranger Loop-Bus bis zur Haltestelle Kenrokuen / Kanazawa-jo
Higashi Chaya-Viertel Kanazawa — gepflasterte Straße gesäumt von zweistöckigen Teehäusern aus der Meiji-Zeit, rote Papierlaternen 3
Higashi Chaya-Viertel (東茶屋街)
KANAZAWAS GRÖSSTES GEISHA-VIERTEL · BLATTGOLD-LÄDEN · SHIMA-TEEHAUS

Higashi Chaya ist das größte und vollständigste der drei Chaya-Viertel (Teehaus-Viertel) von Kanazawa. Die Hauptstraße wurde 1820 nach den Vorschriften der Tokugawa-Zeit angelegt und hat sich seitdem kaum verändert — zweistöckige Holzteehäuser mit Gitterfenstern stehen sich entlang einer schmalen gepflasterten Gasse gegenüber, und einige von ihnen sind noch heute aktive Geisha-Häuser. Kleine Schilder an bestimmten Türen verraten dezent, welche Häuser die Tradition fortführen. Zwei sind für die Öffentlichkeit zugänglich: das Shima-Teehaus (1820, ausgewiesenes wichtiges Kulturgut), in dem Mobiliar und Übungsräume aus der Geisha-Zeit unversehrt erhalten sind; und das Kaikaro-Teehaus, das prächtigste Gebäude der Straße. Der Rest der Gasse ist gesäumt von Blattgold-Läden, Matcha-Cafés und Kunsthandwerks-Boutiquen. Komm am Nachmittag für das goldene Licht und bleib bis in den Abend, wenn die roten Papierlaternen angehen.

Straße: Rund um die Uhr geöffnet, kostenlos zu begehen
Shima-Teehaus: 9:30–17:30 (Dez–Feb bis 17:00) · ¥500 Eintritt
Kaikaro-Teehaus: 10:00–17:00 · ¥750 Eintritt
Nicht verpassen: Das Soft-Eis mit Blattgold, das vor Hakuza an der Hauptstraße verkauft wird. Es ist so fotogen, wie jedes Bild verspricht — und wirklich lecker.
Omicho-Markt Kanazawa — Stände voller Zuwaigani-Schneekrabben, Ama-Ebi-Garnelen, frische Meeresfrüchte aus dem Japanischen Meer, überdachte Markthalle 4
Omicho-Markt (近江町市場)
300 JAHRE ALTER FISCHMARKT · „DIE KÜCHE VON KANAZAWA"

Omicho versorgt Kanazawa seit 1721, was ihn zu einem der ältesten durchgehend betriebenen Märkte Japans macht. Die besten Stände sind die Fischhändler, die jeden Morgen direkt aus dem Japanischen Meer beliefert werden — Zuwaigani-Schneekrabben in der Saison (November–März), pralle süße Ama-Ebi-Garnelen, Seeigel und Fischsorten, die du anderswo im Land nicht so leicht findest. Mehrere Sushi-Restaurants im Markt öffnen schon um 7:00 Uhr, was den Markt zu einem echten und unvergesslichen Frühstücksziel macht. Auch außerhalb der Krabbensaison gibt es ein beeindruckendes Angebot an frischen Meeresfrüchten, lokalem Gemüse, in Kanazawa angebautem Reis und eingelegtem Gemüse. Komm früh — die Stände sind vor 10:00 Uhr voll bestückt, und die Mittagsschlangen an den beliebten Sushi-Lokalen können lang werden.

Öffnungszeiten: Stände ~9:00–17:00 · Mehrere Restaurants ab 7:00
Eintritt: Kostenlos · Gib so viel oder so wenig aus, wie du möchtest
Vom Bahnhof: 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kanazawa
Tipp: Komm vor 10:00 Uhr für volle Stände und kürzere Sushi-Schlangen. Bis Mittag haben die beliebtesten Lokale 30 Minuten Wartezeit und der beste Fisch ist schon verkauft.
Nagamachi Samurai-Viertel Kanazawa — hohe Lehmmauern entlang einer schmalen Gasse, kleiner Wasserkanal, Samurai-Residenz aus der Edo-Zeit 5
Nagamachi Samurai-Viertel (長町武家屋敷)
LEHMMAUERN AUS DER EDO-ZEIT · WASSERKANÄLE · NOMURA-KE SAMURAI-RESIDENZ

Nagamachi beantwortet die Frage, die den meisten Besuchern gar nicht in den Sinn kommt: Wie sah ein Samurai-Viertel im Alltag eigentlich aus? Die Antwort ist diese — schmale Gassen, gesäumt von hohen Lehmmauern (dobei) in rostroten Tönen, kleine Wasserkanäle, die am Weg entlanglaufen, und in Abständen in die Mauern eingelassene Privattore. Der Maßstab ist menschlich und die Atmosphäre gemächlich. Mehrere Samurai-Residenzen stehen noch; die zugänglichste ist Nomura-ke, ein gut erhaltenes Buke-yashiki (Samurai-Haus) mit einem schönen Garten, den man von den Tatami-Räumen aus betrachtet, einer Ausstellung von Samurai-Rüstungen und originaler Lackware. Im Winter werden die Lehmmauern in Strohmatten (komo) gehüllt, um sie vor Frost zu schützen — ein ungewöhnlicher Anblick, der der Atmosphäre noch eine weitere Schicht verleiht.

Viertel-Rundgang: Kostenlos, rund um die Uhr geöffnet
Nomura-ke: 8:30–17:30 (Okt–März bis 16:30) · ¥550 Eintritt
Bus: Loop-Bus bis zur Haltestelle Korinbo oder Nagamachi
21st Century Museum of Contemporary Art Kanazawa — kreisrundes Glasgebäude, Leandro Erlichs Swimming-Pool-Illusionskunstwerk 6
21st Century Museum of Contemporary Art (21世紀美術館)
DAS ILLUSIONS-SCHWIMMBECKEN · TÄGLICH KOSTENLOSE EXCHANGE ZONE

Das verwirrendste Kunstwerk in Kanazawa hängt an keiner Wand. Leandro Erlichs „Swimming Pool" ist eine zweistöckige Installation, die in den Boden der kostenlosen Exchange Zone des Museums eingebaut ist — auf der oberen Ebene stehen die Besucher auf Glas und schauen durch blaues Wasser auf Menschen hinab, die scheinbar unter ihnen versunken sind; auf der unteren Ebene blickt eine andere Gruppe wieder herauf. Alle Beteiligten sehen genau so aus, als wären sie unter Wasser. Dieses Werk hat das Museum — von SANAA (Sejima und Nishizawa) als perfekt kreisrundes Glasgebäude ohne Vordereingang entworfen — zu einem der meistbesuchten Museen für zeitgenössische Kunst in Asien gemacht. Schon das Gebäude selbst mit seiner kreisrunden Form und den vielen Eingängen ist einen Besuch wert, selbst wenn du nur in die kostenlose Zone gehst. In den kostenpflichtigen Ausstellungsräumen laufen anspruchsvolle internationale Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstlern.

Exchange Zone (kostenlos): Täglich 9:00–22:00
Exhibition Zone (kostenpflichtig): Di–So 10:00–18:00 (Fr–Sa bis 20:00) · Mo geschlossen · ~¥1.400 pro Ausstellung
Bus: Blauer Loop-Bus bis zur Haltestelle Korinbo oder Hirosaka
Hinweis: Für den Swimming Pool ist manchmal eine vorherige Online-Buchung mit Zeitfenster nötig — schau vor deinem Besuch auf der Website des Museums nach, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Oyama-Schrein Kanazawa — dreistöckiges Shinmon-Tor, das japanische, chinesische und europäische gotische Buntglas-Architektur vereint, nachts beleuchtet 7
Oyama-Schrein (尾山神社)
SHINMON-TOR, DAS DREI BAUSTILE VEREINT · JAPANS ÄLTESTER BLITZABLEITER

Der Oyama-Schrein ist Maeda Toshiie gewidmet, dem Begründer der Kaga-Provinz und dem Mann, dem Kanazawa am meisten zu verdanken hat, dass es so ist, wie es ist. Das Hauptanziehungspunkt des Schreins ist das Shinmon-Tor, ein dreistöckiges Bauwerk, das japanische, chinesische und europäische Architekturelemente in einer einzigen Fassade vereint — darunter Buntglasfenster im gotischen Stil auf der obersten Ebene, die im Gegenlicht außergewöhnlich aussehen. Das Tor trägt außerdem Japans ältesten erhaltenen Blitzableiter, installiert 1875. Hinter dem Schrein liegt ein kleiner Wandelgarten rund um einen zentralen Teich, ein ruhiger Ort zum Verweilen nach dem Trubel des nahen Marktes. Das Tor wird jeden Abend bis 22:00 Uhr beleuchtet, was es zu einem der stimmungsvollsten Stopps Kanazawas nach Einbruch der Dunkelheit macht.

Öffnungszeiten: Gelände rund um die Uhr geöffnet · Schreinbüro 9:00–17:00
Eintritt: Kostenlos · Beleuchtet bis 22:00
Bus: Loop-Bus bis Musashigaoji oder 5 Minuten zu Fuß vom Omicho-Markt
Kazuemachi Chaya-Viertel Kanazawa — hölzerne Teehäuser aus der Edo-Zeit am Asano-Fluss, orange Papierlaternen, die in der Abenddämmerung leuchten, Spiegelungen im Wasser 8
Kazuemachi Chaya-Viertel (主計町茶屋街)
RUHIGES TEEHAUS-VIERTEL AM FLUSS · LATERNEN IN DER ABENDDÄMMERUNG

Wenn Higashi Chaya das berühmte Viertel ist, dann ist Kazuemachi das, das dir die Einheimischen empfehlen, wenn du ihnen sagst, dass du Kanazawa von seiner leise schönsten Seite sehen willst. Die Chaya-Straße verläuft parallel zum Asano-Fluss, nur fünf Minuten zu Fuß von Higashi Chaya entfernt über die Nakanohashi-Brücke. Die Holzteehäuser sind schmaler und die Gasse kürzer, aber hier gibt es keine Blattgold-Souvenirläden — nur alte Gebäude mit ihren originalen schmalen Fenstern, eine Handvoll kleiner Restaurants und eine Straße, die sich echt wohnlich anfühlt statt für Touristen hergerichtet. Komm am Abend, wenn orange Papierlaternen die Fassaden beleuchten und der Asano-Fluss darunter ihre Spiegelungen trägt. Es ist aus gutem Grund einer der meistfotografierten Orte Kanazawas — und immer noch viel weniger überlaufen als sein berühmter Nachbar.

Viertel-Rundgang: Kostenlos, rund um die Uhr geöffnet
Beste Zeit: Nach 18:00 für Laternenlicht, kaum Menschenmassen
Von Higashi Chaya: 5 Minuten zu Fuß über die Nakanohashi-Brücke
Blattgold-Workshop in Kanazawa — Handwerker trägt hauchdünnes Kinpaku-Blattgold auf Lackware auf, das im Studiolicht glänzt 9
Blattgold-Erlebnis (金箔体験)
KANAZAWA PRODUZIERT 98% DES JAPANISCHEN BLATTGOLDS · PROBIER ES SELBST

Die Blattgold-Herstellung in Kanazawa reicht über 400 Jahre zurück, und die Stadt produziert noch immer mehr als 98% des gesamten in Japan verwendeten Kinpaku — für Lackware, Keramik, Textilien, buddhistische Altarbeschläge, Kosmetik und zunehmend auch für Lebensmittel. Kanazawa Katani (in der Nähe des Omicho-Markts) und Hakuza (mitten in Higashi Chaya) bieten beide Besucher-Workshops an, bei denen du aus über 60 Schablonenmotiven wählst und echtes Blattgold auf einen Teller, eine Lackdose, ein Lesezeichen oder eine Handyhülle aufträgst. Das Blattgold, mit dem du arbeitest, wird auf 0,0001 Millimeter Dicke geschlagen — so dünn, dass es sich wie Rauch im Wind verhält. Die Sitzungen dauern 30 bis 60 Minuten und das fertige Stück darfst du mit nach Hause nehmen. Ein unvergessliches und wirklich praktisches Souvenir.

Katani: In der Nähe des Omicho-Markts · Workshops ab ~¥1.500 · Vorherige Buchung empfohlen
Hakuza: Mitten in Higashi Chaya · Kostenloses Blattgold-Museum angeschlossen
Klook: Pauschaltouren erhältlich, die Blattgold, Wagashi-Süßigkeiten und Ninja-Sterne kombinieren
Auf Klook buchen: Das Paket Kanazawa Blattgold + Süßigkeiten + Ninja-Sterne bündelt drei praktische Erlebnisse mit einem lokalen Guide — oft die effizienteste Art, sie zu kombinieren.
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Nishi Chaya-Viertel + Myoryuji „Ninja-Tempel" (妙立寺)
RUHIGES WESTLICHES CHAYA-VIERTEL + TEMPEL MIT FALLTÜREN UND VERSTECKTEN RÄUMEN

Myoryuji ist eigentlich gar kein Ninja-Tempel — hier hat nie ein Ninja gelebt. Aber der Spitzname ist hängengeblieben, weil das Gebäude voller versteckter Architektur ist, die jeden Raum wie eine Rätselbox wirken lässt. Von außen scheint es ein bescheidenes zweistöckiges Bauwerk zu sein; innen hat es sieben Etagen, versteckte Treppen, geheime Korridore, einen verborgenen Brunnen für die Notflucht, einen Raum, der sich wie eine Falltür öffnet, und in jede Decke eingebaute Verstecke. All das wurde um 1643 vom Maeda-Klan als befestigter Stadtzufluchtsort für den Fall entworfen, dass das Tokugawa-Shogunat feindselig würde. Der Zutritt ist nur mit einer Führung möglich (auf Japanisch; buche über die Tempel-Website oder halte auf Klook nach englischsprachigen Führungen Ausschau). Nishi Chaya liegt nur einen kurzen Spaziergang entfernt — ein kompaktes, wirklich friedliches Chaya-Viertel ohne den Touristenrummel von Higashi, ideal für einen ruhigen Bummel am späten Nachmittag.

Myoryuji: Führungen alle 30 Min., 9:00–16:30 · ¥1.000 · Vorherige Buchung unbedingt nötig
Nishi Chaya: Kostenlos zu begehen · Nishi Chaya Shiryokan Museum freier Eintritt
Bus: Loop-Bus bis zur Haltestelle Hirokoji oder Nishi Chayagai
Führungen auf Englisch: Die Führungen des Tempels selbst sind nur auf Japanisch. Für ein englischsprachiges geführtes Erlebnis schau dir Klook Kanazawa Touren oder Magical Trip an, die Optionen mit zweisprachigen lokalen Guides bieten.
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Wie du deine Tage effizient einteilst

Kanazawa ist eine kompakte Stadt — die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gruppieren sich in drei zu Fuß erreichbaren Zonen, die per Loop-Bus verbunden sind.

Zone 1 — Burg & Garten (Zentraler Hügel)
Empfohlen: Vormittag von Tag 1 · Loop-Bus bis zur Haltestelle Kenrokuen

Kenroku-en · Burgpark Kanazawa · 21st Century Museum of Contemporary Art. Alle drei liegen höchstens 10 Minuten zu Fuß auseinander. Komm vor 7:00 Uhr für den kostenlosen Eintritt in den Garten, dann die Burg, dann das Museum ab dem späten Vormittag. Ein halber bis ganzer Tag, je nach Tempo.

Zeitbedarf: Halber bis ganzer Tag · Bus: Oranger oder blauer Loop-Bus
Zone 2 — Markt & Schrein (Musashigaoji)
Empfohlen: früher Morgen + Mittagessen · 10 Min. zu Fuß vom Bahnhof

Omicho-Markt · Oyama-Schrein · Einkaufsviertel Korinbo. Komm zum Markt fürs Frühstück oder eine Sushi-Runde um 7:00 Uhr, geh hinüber zum Oyama-Schrein und stöbere dann durch Korinbo. Gute zwei bis drei Stunden, die ganz natürlich in Zone 3 übergehen.

Zeitbedarf: 2–3 Stunden · Zu Fuß: ~10 Min. vom Bahnhof Kanazawa
Zone 3 — Historische Viertel (Chayagai)
Empfohlen: Nachmittag bis Abend · Loop-Bus bis Higashiyama

Higashi Chaya-Viertel · Kazuemachi · Nagamachi Samurai-Viertel. Am besten ab 15:00 Uhr, wenn das Licht golden wird. Bleib bis in den Abend für die Laternen und eine ruhigere Atmosphäre — die Menschenmengen werden nach Sonnenuntergang deutlich dünner.

Zeitbedarf: 2–4 Stunden · Bus: Bis zur Haltestelle Higashiyama oder Hashiba
Zone 4 — Nishi & Ninja-Tempel (Westen)
Empfohlen: Nachmittag von Tag 2 · Loop-Bus bis Hirokoji

Myoryuji Ninja-Tempel (muss vorab gebucht werden) · Nishi Chaya-Viertel · Blattgold-Workshop bei Katani. Die ruhigere Seite der Stadt — gut für einen zweiten Tag, wenn du es etwas langsamer angehen willst. Die Tempelführung dauert etwa 50 Minuten.

Zeitbedarf: 2–3 Stunden · Ninja-Tempel: Vorherige Buchung unbedingt nötig
Häufig gestellte Fragen

FAQ · Bevor du losziehst

Wie viele Tage brauchst du in Kanazawa?
Zwei Tage und eine Nacht reichen entspannt für die wichtigsten Highlights: Tag eins am Vormittag — Kenroku-en (kostenloser Eintritt im Morgengrauen) und die Burg Kanazawa, dann der Omicho-Markt zum Frühstück oder Mittagessen; Tag eins am Nachmittag und Abend — das Samurai-Viertel Nagamachi, Higashi Chaya zur goldenen Stunde, Kazuemachi im Laternenlicht; Tag zwei — das 21st Century Museum, der Oyama-Schrein, ein Blattgold-Workshop, Nishi Chaya und der Ninja-Tempel. Mit einem dritten Tag kannst du einen Tagesausflug ins UNESCO-Dorf Shirakawa-go ergänzen (Busse fahren das ganze Jahr über vom Bahnhof Kanazawa). Schau dir den ausführlichen Kanazawa Reiseführer für Hotelempfehlungen und Verkehrsinfos an.
Wie sind die Öffnungszeiten und der Eintrittspreis von Kenroku-en?
1. März bis 15. Oktober: 7:00–18:00. 16. Oktober bis Februar: 8:00–17:00. Erwachsene ¥310, Kinder von 6 bis 18 Jahren ¥100. Vor der offiziellen Öffnungszeit gibt es jeden Tag einen kostenlosen Eintritt am frühen Morgen — geh durch das Mayumizaka- oder Katsurazaka-Tor, ohne ein Ticket zu kaufen. Dieses frühe Zeitfenster ist die beste Zeit für einen Besuch: Der Garten ist stimmungsvoll, nicht überlaufen und kostet nichts.
Wie kommst du in Kanazawa ohne U-Bahn herum?
Kanazawa hat keine U-Bahn. Die zwei Loop-Busse — orange (Kenrokuen-Route) und blau (Route zum Ostausgang des Bahnhofs Kanazawa) — fahren jede wichtige Sehenswürdigkeit für ¥200 pro Fahrt an. Ein Tagesticket kostet ¥500–600 und lohnt sich ab drei Fahrten. Die Burg, Kenroku-en und das 21st Century Museum liegen bequem zu Fuß voneinander entfernt. Der Omicho-Markt ist 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kanazawa entfernt. Für Higashi Chaya nimmst du den Loop-Bus bis zur Haltestelle Higashiyama oder Hashiba.
Ist das 21st Century Museum of Contemporary Art kostenlos?
Die Exchange Zone, zu der Leandro Erlichs berühmte Swimming-Pool-Illusion und mehrere Außeninstallationen gehören, ist kostenlos zugänglich und täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Die Exhibition Zone mit den großen Wechselausstellungen verlangt je nach laufender Ausstellung einen Eintritt von rund ¥1.400. Die Exhibition Zone ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 20:00 Uhr; montags geschlossen. Für den Swimming Pool ist manchmal eine vorherige Buchung mit Zeitfenster nötig — schau vor deinem Besuch auf der Website des Museums nach.
Wo kannst du in Kanazawa einen Blattgold-Workshop ausprobieren?
Die zwei für Besucher am leichtesten erreichbaren Workshops sind Kanazawa Katani (zwischen Omicho-Markt und Higashi Chaya, mit beiden gut zu kombinieren) und Hakuza (mitten im Viertel Higashi Chaya, mit einem kostenlosen angeschlossenen Blattgold-Museum). Bei beiden wählst du eine Schablone aus über 60 Motiven und trägst echtes Blattgold auf einen Lackteller, Untersetzer oder ein Lesezeichen auf. Die Sitzungen dauern 30–60 Minuten und beginnen je nach Stück bei rund ¥1.500–2.500. Buche vorab, besonders am Wochenende. Du kannst auch ein geführtes Paket auf Klook buchen, das Blattgold mit Wagashi-Süßigkeiten und Ninja-Sterne-Werfen kombiniert.
Klook · Kanazawa Erlebnisse

Kanazawa Touren & Aktivitäten — Spar dir das Rätselraten, buche mit einem Local

Blattgold-Workshop + Wagashi-Süßigkeiten + Ninja-Sterne · geführter Spaziergang durch Higashi Chaya · Kenroku-en & Museum-Kombi · englischsprachiger Eintritt zum Ninja-Tempel — buch im Voraus auf Klook, sofortige Bestätigung.

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